Vieles, was wir über Tiere wissen, steht in einem der wichtigsten Naturbücher. Hier kann man alles über z.B. Wölfe lesen und sich sehr gut über Frösche informieren, das Buch ist von den Gebrüdern Grimm.

Bei vielen Themen glauben heute noch Menschen, dass die Gebrüder recht haben, beim Frosch definitiv nicht. Es hilft nicht diesen an die Wand zu werfen oder zu küssen – es wird kein Prinz.

Besser ist es, die Hochzeit der Ersten im Frühling zu erleben, den Grasfröschen. In den ersten feuchten frostfreien Nächten (ca. 5°)  wandern die Grasfrösche zu ihren Laichgewässern. Bei diesen warte ich jedes Frühjahr, um die Grasfrösche fotografieren zu können. Ruhig liege ich am Rand des Gewässers und warte, bis sich die Frösche auf der Wasseroberfläche zeigen. Mein Gewässer liegt an einer Quelle am Fuße der Schwäbischen Alb, nicht jedes Jahr klappt es, da die Grasfrösche nur einige Tage unterwegs sind. In dieser Zeit werde ich zum Hochzeitsfotografen vom Einzelfrosch bis zum Paar, vom Laichballendetail bis zur Übersichtsaufnahme ist alles möglich und als Fotograf fühlt man sich wie ein Prinz.

Die Grasfrösche setzen Laichballen von 700-4000 Eier ab. Die vielen Eier sind notwendig, da Fische, Molche und Insekten die Zahl der Eier schnell reduzieren. Die Frösche haben viele Feinde: Marder, Füchse, Wildschweine, Eulen, Greifvögel, Reiher und Störche, so dass eine hohe Reproduktionsrate notwendig ist.

Die Hochzeit ist für mich der Jahresbeginn in der Tierfotografie auf der Alb. Ich hoffe jedes Jahr dass der Höhepunkt auf ein Wochenende fällt und ich zum Fotografieren komme. Später im Jahr kann man an feuchten Tagen in der Dämmerung immer mal wieder einen Frosch im Wald entdecken, dann gehen die Grasfrösche auf die Jagd.

Joachim Raff

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