Wie Alb Licht Bilder entstehen: Bilder ohne Licht von Himmelskörpern

Ich bin schon früher durch Löcher ins Innere der Schwäbischen Alb eingedrungen. Mit Bauhelm und selbst gebastelter Beleuchtung sind wir als Jugendliche in die einfach zu befahrenden (fachsprachlich für Begehung) wilden Höhlen der Alb gestiegen, um die Dunkelheit und die Enge zu erleben. Damals hatte ich schon eine Kamera mit um die Erlebnisse festzuhalten, richtig gute Bilder waren es nicht.

Dann wurde es ruhig, die kleine Höhlengruppe löste sich leider auf und ich bin bei der Naturfotografie gelandet und das Erlebnis Höhle war lange Zeit kein Thema mehr. Wenn man die höhlenreichste Gegend Deutschlands, die Schwäbische Alb, mit Bildern porträtiert dann gehören Höhlenbilder natürlich dazu, daher war klar, neben Orchideen, Albtrauf, Burgen und Tieren muss es auch wieder in die Tiefe gehen und schon bei der ersten Tour war die Faszination Höhle sofort wieder da. Es ist verblüffend, wie schnell man im Inneren der Schwäbischen Alb jegliches Zeitgefühl verliert. Natürlich waren wir für unser Projekt auch in den großen Schauhöhlen der Alb, da leider in wilden Höhlen, die man ohne Spezialausrüstung betreten kann, der Tropfsteinschmuck sehr häufig beschädigt bzw. zerstört wurde. Die wilden Höhlen haben aber ihren besonderen Reiz und wir haben versucht diesen einzufangen.

Als Beleuchtung für die Höhlenbilder wurden hauptsächlich Taschenlampen eingesetzt, das heißt die Kamera steht auf einem Stativ und mit 2-4 Taschenlampen wird die Höhle beleuchtet. Die Lichtkegel der Lampen werden während der langen Belichtungszeit bewegt, bei dieser Wanderlichtmethode hängt es ab, wie schnell der Lichtstrahl über das Motiv bewegt wird, das heißt je schneller man den Lichtstrahl bewegt desto dunkler wird das Bild. Bewegt man die Lampe langsam, wird das Höhlenbild heller. Auf Grund der Größe der Hallen in der Höhle ist es gut, wenn man zu zweit mit 4 Lampen arbeitet. Die Methode ist einfach, aber man braucht einige Anläufe bis 4 Hände mit der richtigen Geschwindigkeit für das perfekte Bild arbeiten.

Zum Teil haben wir auch Blitze mit Funkauslösern verwendet, hier war durch die Feuchtigkeit allerdings die Ausfallsquote der Technik sehr hoch. Man muss die Blitzgeräte in  Gefrierbeutel verpacken, dann hält die Technik länger durch.

Wenn Tierfotografen in Höhlen fotografieren, dann muss auch das  lange Teleobjektiv für Details mitgenommen werden
Bei einer Höhlentour mussten wir feststellen, dass ich beim Kauf des Stativs an der Länge gespart hatte. Mit der „professionellen“ Stativverlängerung wurde die Fotokamera auf die Einsatzhöhe gebracht.
Das war mein guter Fotorucksack!
im Licht der Stirnlampe
Aufbau für die „kleinen Tierchen“ in der Höhle

Die Ergebnisse unserer Höhlentouren sind in der Galerie „im Inneren der Alb“ zu sehen. In der Galerie „Leben in der Dunkelheit“ gibt es einen Einblick in die Tierwelt der Höhlen auf der Alb

Auf der Linkseite haben wir einige Links zu den Schauhöhlen auf der Schwäbischen Alb zusammengestellt.

Joachim Raff

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