Ein ganz besonderer Bewohner der Alb: der Alpenbock

An diesem auffälligen Käfer mit dem wissenschaftlichen Namen Rosalia alpina kommt man als NaturfotografIn auf der Schwäbischen Alb einfach nicht vorbei. Der Alpenbock ist hier etwas ganz Besonderes, denn außerhalb des Alpenraums kommt er in Deutschland nur auf der Schwäbischen Alb vor. Dabei handelt es sich um ein Reliktvorkommen aus der Eiszeit als der Alpenbock ein großes zusammenhängenden Gebiet als Lebensraum hatte. Auf der Schwäbischen Alb hat er sein Verbreitungsgebiet im Donautal und im mittleren Bereich des Albtraufs. Mit einer Körperlänge von ungefähr 3 cm und der blauen Farbe ist er sehr imposant. Die Männchen sind meistens etwas größer und haben im Vergleich zur Körperlänge längere Fühler. Die beste Chance Alpenböcke zu beobachten ist im Juli und August, bevorzugt wenn es sehr warm ist. Außerdem ist er in der Umgebung von Totholz anzutreffen, denn in den Baumritzen legen die Weibchen ihre Eier ab. Deshalb sind Bannwälder für das Vorkommen des Alpenbocks sehr wichtig. Die Männchen sind ebenfalls dort anzutreffen, sie sind auf der Suche nach Weibchen um sich mit ihnen zu verpaaren. Nach der Paarung bewacht das Männchen oft das Weibchen bei der Eiablage um zu verhindern, dass ein Konkurrent zum Zuge kommen kann. Bis der fertige Käfer aus dem Holz schlüpfen kann braucht es drei bis vier Jahre. Da der Alpenbock auch vor Brennholz oder im Wald gelagerten Stämme keinen Halt macht, wird ihm das leider zum Verhängnis, denn die Eier oder Larven werden vernichtet. In Deutschland ist er als stark gefährdet auf der Roten Liste eingestuft.

Daniela Graf

Weitere Bilder z.B. in der Galerie Im Buchenwald

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