Jedes Jahr ist die Freude groß wenn ersten Blumen aus dem Boden sprießen. Neben den Küchenschellen hat es eine Pflanze den Naturfotografen besonders angetan: Das Gewöhnliche Leberblümchen (Hepatica nobilis), es ist bei vielen Fotografen ein fester Bestandteil im Jahreskalender. Auch auf der Schwäbischen Alb lässt sich die schöne Pflanze bewundern. Mit den albtypischen (Hang-)Buchenwäldern mit kalkhaltigem Boden gibt die Schwäbische Alb einen geeigneten Lebensraum für Leberblümchen ab. Vor allem auf der Ostalb und Richtung Zollernalb kann man die kleinen Blümchen, die im Allgemeinen in violetten bis blauen (selten in Weiß) Farben blühen, finden. Wenn im Frühjahr die Bäume noch kein Laub tragen, nutzt das Leberblümchen als eine der ersten Blühpflanzen im Jahr das einfallende Licht für seine Blütezeit, die sich von März bis April erstreckt. Bei geeigneten Bedingungen kann die Pflanze bis zu 360 Jahre alt werden, dabei muss sie nicht zwangsläufig jedes Jahr blühen. Da an vielen Standorten auf der Schwäbischen Alb die Hangwälder mit kleinen Kalksteinen durchsäht sind, kommt es gar nicht mal so selten vor, dass man neben den Blumen auch Versteinerungen findet.

Der Name Leberblümchen kommt von der Form der dreilappigen Laubblätter, sie soll an den Umriss der Leber erinnern. Im Mittelalter wurde deswegen die Pflanze zur Heilung der Leber eingesetzt. Hätte man vielleicht gerade in diesem Jahr mit Corona wissen sollen: die ersten im Jahr gefundenen drei Blüten des Leberblümchens sollen nach dem Verzehr das ganze Jahr gegen Fieber schützen. In Deutschland ist dies allerdings nicht zu empfehlen: Die Pflanze hier geschützt!

Daniela Graf

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