Bergkrone oder ein Nachmittag eines Naturfotografen

Der Fotorucksack drückt, es ist Sommer und heiß. Der Weg den Albtrauf hinauf ist steil, eigentlich würde man gerne im Tal in einen schönen Biergarten gehen. Aber dort oben soll sie sein, die Krone. Also geht es Schritt für Schritt langsam nach oben. Warum habe ich so viele Objektive mit genommen. Braucht man wirklich eine Ersatzkamera im Rucksack. Eine Flasche Wasser wäre besser gewesen und dann der Gedanke an das kühle Bier. Weiter geht’s Schritt für Schritt, der Weg wäre breit genug für ein Auto warum gehört die Naturfotografie nicht zur Land und Forstwirtschaft? Ich bin durchgeschwitzt, der Rücken tut weh und ich nehme mir fest vor falls ich wiedergeboren werde dann gibt es ein neues Hobby „Briefmarken sammeln“ ! Solche Gedanken gehen einem durch den Kopf und es geht weiter Berg auf. Im Alb Hangwald tut sich eine Lichtung auf und in der Sonne kann man kleine Insekten in der Luft schwirren sehen. Sind sie das?

Wir sind auf der Suche nach der Krone, genauer nach dem seltenen Bergkronwidderchen.

Die Flügelspannweite des Widderchens liegt bei etwa 25 Millimeter, ein kleines Motiv für die Makrofotografie.

Die Bestandszahlen des Bergkronwidderchen sind in Deutschland stark rückläufig. Neben der Schwäbischen Alb gibt es die Widderchen noch im Frankenjura und in den Alpen.

Der Name kommt von der Raupen Futterpflanze Berg-Kronwicke (Coronilla coronata). Die Flugzeit der Widderchen ist von Mitte Juli bis Mitte August.

Der schwere Fotorucksack wird abgelegt und wir suchen nach einem sitzenden Exemplar. Wie immer keine Wolke am Himmel und ein Wind der alle Pflanzen im Takt tanzen lässt – wäre ich doch im Biergarten. Zusätzlich habe ich Anfänger alles an Ausrüstung dabei nur meinen Pflanzenhalter nicht, der liegt im Tal im Auto, super!

Nach zwei Stunden geht’s dann wieder ins Tal bergab aber es ist zu spät für den Biergarten. Morgen früh heist es wieder früh aufstehen ohne Foto, es geht wieder arbeiten.

Das war ein Nachmittag eines Naturfotografen 🙂

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